Dunstabzugshaube reinigen – wie oft und was dabei wirklich wichtig ist

Die Dunstabzugshaube gehört zu den Küchengeräten, die man am längsten ignoriert. Sie hängt oben, man schaut selten hin, und solange sie läuft, fühlt sich alles in Ordnung an. Bis es tropft, schlechter zieht oder anfängt, seltsam zu riechen.

Wer seine Haube regelmäßig reinigt, hat mit diesen Problemen meistens nichts zu tun. Und der Aufwand dafür ist deutlich geringer, als viele erwarten – wenn man weiß, worauf es eigentlich ankommt.

Was sich wo absetzt

An einer Dunstabzugshaube sammeln sich im Wesentlichen zwei Dinge: Fett und Staub. Das Fett kommt aus dem Kochdampf und setzt sich überall ab – an den Filtern, im Gehäuse, an den Lüfterflügeln, an der Gehäuseunterseite. Staub lagert sich auf der Oberseite und auf der Außenfläche ab und verbindet sich mit dem Fett zu einer klebrigen Schicht, die mit der Zeit immer schwerer zu entfernen ist.

Der Fettfilter trägt dabei die Hauptlast. Er ist dafür gebaut, Fett aufzufangen – und er tut das so lange, bis er voll ist. Danach geht das Fett weiter ins Gehäuse. Das ist der Punkt, an dem Tropfen, Gerüche und schlechtere Saugleistung beginnen.

Was wirklich gereinigt werden muss

Der Fettfilter steht an erster Stelle. Wie oft, hängt vom Kochverhalten ab – bei intensivem Kochen alle vier bis sechs Wochen, bei leichtem Kochen etwas seltener. Ein Blick auf den Filter genügt: Ist er graubraun und schwer, ist er fällig. Metallfilter kommen in die Spülmaschine oder werden per Hand mit heißem Wasser und Fettlöser gereinigt.

Die Gehäuseunterseite wird oft vergessen. Sie ist die Fläche, die man beim Kochen direkt über dem Kopf hat – und die sich durch aufsteigenden Dampf und Fett regelmäßig beschichtet. Ein feuchtes Tuch mit etwas Spülmittel oder einem milden Fettlöser reicht für die meisten Verschmutzungen. Bei hartnäckigen Stellen hilft Einwirkzeit.

Das Gehäuseinnere – also der Bereich hinter dem Filter, wo der Lüfter sitzt – ist nur zugänglich, wenn man den Filter entfernt hat. Dort sammelt sich Fett auf den Lüfterflügeln und den Gehäusewänden. Gründliche Reinigung einmal im Jahr ist hier ausreichend, bei starker Verschmutzung öfter. Haube vorher vom Strom trennen.

Außenflächen und Bedienelemente brauchen nur ein feuchtes Tuch. Keine scheuernden Mittel auf Edelstahl – die hinterlassen Kratzer.

Wie oft insgesamt

Eine pauschale Antwort gibt es nicht, aber eine praktische Faustregel: Wer alle sechs bis acht Wochen den Filter reinigt und dabei kurz die Gehäuseunterseite abwischt, hält die Haube in einem Zustand, in dem Probleme gar nicht erst entstehen.

Einmal im Jahr lohnt sich eine gründlichere Reinigung des Innenraums – besonders wenn man merkt, dass die Haube schlechter zieht oder ein leichter Geruch entsteht, obwohl der Filter sauber ist.

Was viele dabei falsch machen

Zu viel Wasser ins Gehäuse. Wer mit nassen Tüchern im Inneren der Haube arbeitet, bringt Feuchtigkeit an Stellen, die nicht für Nässe ausgelegt sind. Feucht wischen ist richtig – nass einweichen oder mit Wasser ausspülen ist falsch.

Zu aggressive Reinigungsmittel auf empfindlichen Oberflächen. Viele Haushaltsfettlöser sind für diesen Zweck gut geeignet, aber Backofenreiniger oder stark ätzende Mittel sollte man nur gezielt und kurz einwirken lassen – und danach gut abwischen.

Und: Filter zu lange drin lassen. Wer wartet, bis die Haube anfängt zu tropfen oder schlecht zu ziehen, hat den richtigen Zeitpunkt schon hinter sich. Das Ziel ist Wartung vor dem Problem, nicht Reaktion danach.

Wer sich speziell um den Fettfilter kümmern möchte – mit konkreten Schritten zur Reinigung per Hand und in der Spülmaschine – findet dazu die genaue Anleitung im Artikel zum Fettfilter reinigen.