Fettfilter der Dunstabzugshaube reinigen – in der Spülmaschine und per Hand

Der Fettfilter ist das am meisten unterschätzte Bauteil einer Dunstabzugshaube. Er sitzt gut sichtbar direkt unter der Haube, hält beim Kochen Fett und Partikel zurück – und wird trotzdem von den meisten Menschen viel zu selten gereinigt. Das rächt sich: Ein gesättigter Filter ist einer der häufigsten Gründe, warum Hauben anfangen zu tropfen, schlechter zu saugen oder unangenehm zu riechen.

Die gute Nachricht ist, dass die Reinigung in den meisten Fällen sehr unkompliziert ist. Wer weiß, worauf es ankommt, braucht dafür keine zehn Minuten.

Filter herausnehmen – so funktioniert es bei den meisten Hauben

Bevor man anfängt, muss der Filter heraus. Bei den meisten Modellen ist das denkbar einfach: Es gibt eine kleine Verriegelung, einen Schieber oder einen Bügel, den man löst – und der Filter lässt sich dann nach unten klappen und herausnehmen. Manche Filter haben zwei Segmente, die sich einzeln entnehmen lassen.

Wer zum ersten Mal ran geht und unsicher ist: kurz in die Bedienungsanleitung schauen oder das Modell googeln. Fast jeder Hersteller hat kurze Anleitungsvideos dazu.

Beim Herausnehmen fällt sofort auf, wie schwer ein verschmutzter Filter im Vergleich zu einem sauberen ist. Das Fett setzt sich im Metallgeflecht fest und addiert sich über Wochen zu einem spürbaren Gewicht.

Reinigung in der Spülmaschine

Die einfachste Methode: Metallfilter in die Spülmaschine. Das funktioniert bei fast allen modernen Aluminiumgitterfiltern problemlos – aber nur wenn der Hersteller das ausdrücklich erlaubt. Ein kurzer Blick in die Bedienungsanleitung schützt vor Überraschungen, denn einige beschichtete Filter oder ältere Modelle vertragen die Spülmaschine nicht.

Für Metallfilter, die spülmaschinengeeignet sind, gilt: unterstes Fach, hochgestellt oder flach liegend, damit das Wasser gut durchspülen kann. Ein Programm mit mindestens 60 Grad und einem guten Maschinenreiniger bringt die besten Ergebnisse. Wer einen Klarspüler verwendet und das Programm mit Trocknungsphase laufen lässt, muss den Filter danach kaum nacharbeiten.

Ein Hinweis, den man in kaum einer Anleitung findet: Stark verschmutzte Filter können den Sprüharm der Spülmaschine durch abgelöstes Fett verschmutzen. Wer den Filter sehr lange nicht gereinigt hat, sollte ihn kurz vorspülen, bevor er in die Maschine kommt.

Reinigung per Hand

Wer keine Spülmaschine hat, keinen Platz im Gerät oder einfach gründlicher vorgehen möchte, reinigt per Hand. Das funktioniert mit einem Fettlöser aus dem Supermarkt oder auch mit einer Mischung aus heißem Wasser, Spülmittel und einem Schuss Backpulver oder Natron.

Der Filter kommt in die Spüle oder eine flache Wanne, wird mit sehr heißem Wasser und dem Reiniger eingeweicht – mindestens fünf bis zehn Minuten – und dann mit einer alten Bürste oder einem Schwamm abgeschrubbt. Das geht leichter, als es klingt, wenn das Wasser wirklich heiß ist.

Hartnäckige Stellen lösen sich besser mit einem Backofenreiniger-Spray, das man kurz einwirken lässt. Danach gut abspülen und trocknen lassen, bevor der Filter wieder eingesetzt wird – feuchte Filter begünstigen Kondensat.

Wie man erkennt, ob der Filter wirklich sauber ist

Ein sauberer Metallfilter sieht silbrig aus, fühlt sich leicht an und lässt Licht gleichmäßig durch das Geflecht. Wenn man ihn gegen das Licht hält und einzelne Maschen noch verstopft oder dunkel sind, lohnt ein zweiter Reinigungsdurchgang.

Wer unsicher ist, wann der Filter das nächste Mal dran ist, und generell wissen möchte, wie oft diese Arbeit wirklich anfällt, findet dazu konkrete Richtwerte im Artikel über Reinigungsintervalle und den richtigen Zeitpunkt für den Filterwechsel.

Was nach der Reinigung zu tun ist

Filter einsetzen, einrasten lassen – fertig. Wer beim Reinigen bemerkt hat, dass das Filtergehäuse innen auch fettig ist, kann es mit einem Tuch und etwas Fettlöser kurz abwischen. Das ist keine Pflicht, aber es verhindert, dass sich frisches Fett aus dem Gehäuse wieder auf dem Filter absetzt.

Wenn die Haube nach der Filterreinigung spürbar besser zieht, war der Filter das Problem. Wenn sie trotz sauberem Filter immer noch tropft oder schlechter läuft als früher, liegt die Ursache woanders – und es lohnt sich, einen Blick auf das Abluftsystem zu werfen.